Ein ganz Rechter soll Minister werden – Redakteur der Jungen Freiheit bald Kultuschef?
Thüringen. Am 8. Mai soll der umstrittene CDU Rechtsaußen Peter Krause neuer Kultusminister werden. Ausgerechnet am 8. Mai, dem Tag der Befreiung Deutschlands vom Hitlerfaschismus, soll er, Peter Krause, ins Amt des thüringischen Kultusministers erhoben werden. So eine Ernennung zum Minister einer Landesregierung ist eigentlich nicht spektakuläres und wir in der Redaktion würden darüber nicht berichten. Im Falle von Peter Krause müssen wir dennoch darüber schreiben, denn dieser ist Journalist. Kein gewöhnlich, sonst wäre auch dies für uns keine Meldung wert. Peter Krause war Ressortleiter bei der Jungen Freiheit. Und da fängt der Ärger für Thüringens Ministerpräsidenten Althaus erst richtig an: Die Junge Freiheit ist eine Wochenzeitschrift, welche am rechten Rand angesiedelt ist. Klingt zunächst nicht bedrohlich, bei genauerer Betrachtung werden die Ziele jedoch klar. Auf ihrer Internetpräsenz warnt die JF u.a. vor der „schleichenden Islamisierung“ Europas, berichtet ausführlich über aktuelle Entwicklungen in der NPD, lässt in ihrem Blatt so manchen Holocaust-Leugner zu Wort kommen oder bezweifelt die Schuld Deutschlands am Ausbruch des 2. Weltkrieges.
Und solch ein ehemaliger Redakteur der JF soll Kultusminister in Thüringen werden? In seiner neuen Position wäre er auch gleichzeitig oberster Chef über die Gedenkstätten des Landes. So auch über das ehemalige Konzentrationslager Buchenwald. Haltbar wäre so ein Minister gewiss kaum, zumal er in Aufsätzen auch gerne mal davon spricht, dass es einmal „Gründe gab die NSDAP zu wählen.“ Eine wirkliche Distanzierung zu seiner Vergangenheit vollzieht Krause bisher nicht, wie ein Interview mit Welt online beweist. Für die CDU ist die Nominierung Krauses ein weiteres Armutszeugnis und beweist, dass man mit rechter Ideologie heute noch locker Karriere machen kann. Quelle: taz.de
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